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Auf ein Wort

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne….

Die Schule hat begonnen, der Urlaub liegt hinter uns und die Arbeit beginnt wieder. Ich schaue in neugierige Gesichter in den neuen Klassen. Eltern begleiten ihre Fünftklässler in die weiterführende Schule und in ihren Gesichtern lese ich den Wunsch, dass ihr Kind in der neuen Schule gut mitkommt, dass es Anschluss findet und genügend gefördert wird.

Und ich selbst bin gespannt auf die neuen Schüler*innen, die neuen Kolleg*innen und was das neue Schuljahr so bringen wird.

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“ so schreibt Hermann Hesse 1941 in seinem Gedicht über verschiedene Lebensstufen.

Pfarrer Andreas Marquardt wird im Oktober bei uns einen neuen Lebensabschnitt beginnen und mit uns Gemeinde gestalten und Glauben leben. Wir wünschen ihm einen guten Anfang bei uns und können durch unsere Offenheit dazu beitragen, dass der „Zauber des Anfangs“ Neues und ein gutes Miteinander ermöglicht.

Der Zauber des Anfangs findet sich auch in der Bibel, gleich in den ersten Zeilen steht: „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde…“ Und dann wiederholt sich nach seinem Tageswerk immer wieder „Gott sah, dass es gut war“. Gott macht es gut, den Anfang und er schenkt uns diese seine Schöpfung zur Bewahrung und guten Weiterentwicklung. Dies gilt für den Erhalt des Regenwaldes im Amazonas, genauso wie dem Setzen von Klimazielen in unseren Breiten.

Bald feiern wir wieder Erntedank und danken Gott für die Früchte der Erde und unserer Hände Arbeit. Und wir bitten ihn, um seinen Beistand, dass wir gerecht mit den Gütern der Erde umzugehen lernen und verantwortungsvoll mit der uns geschenkten Natur.

Jedem Anfang steht auch ein Ende gegenüber. Im November wenden wir uns der Vergänglichkeit zu und denken an unsere Verstorbenen, besonders an den Feiertagen Allerheiligen und Allerseelen. Und wir hoffen und bekennen: „Wer an mich (Jesus) glaubt wird leben, auch wenn er stirbt“ (Joh11, 25) So sind wir immer wieder im Leben dazu aufgerufen einen Neuanfang zu wagen. Mutig in Neues hineinzugehen und mutig auch wieder Abschied zu nehmen im Vertrauen auf Gott, der es gut mit uns meint und uns begleitet, Stunde um Stunde.

Pastoralreferentin Elisabeth Dörrer-Bernhardt