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Auf ein Wort

Liebe Schwestern und Brüder,

am 25. Dezember feiern wir wieder den Geburtstag von Jesus Christus, dem lang ersehnten und verheißenen Messias, dem Retter und Erlöser dieser Welt.

Mit seinem Geburtstag und dem damit verbundenen Weihnachtsfest wird ein Aspekt dieser festlichen Zeit für mich besonders wichtig: „Menschwerdung“. An Weihnachten feiern wir das große Fest der Menschheit und unserer eigenen Menschlichkeit. Wir werden uns neu bewusst, was es heißt „Mensch zu sein und Mensch zu werden“. Von Jesus Christus lernen wir, wie zerbrechlich wir als Menschen sind und wir erfahren aber auch wie kostbar das Menschsein ist. Weihnachten ist ein Aufruf an uns alle, unser Menschsein in seinem Namen zu leben und zu gestalten. Menschsein hat mit Frieden und Freude zu tun, mit Licht und Aufbruch, mit neuen Erfahrungen, die das Leben und das Dasein eines jeden von uns bereichern.

Weihnachten ist das Fest der „ungeahnten Möglichkeiten Gottes“, weil sein Sohn durch sein Kommen in diese Welt mit uns auf Augenhöhe gegangen ist. Das ermöglicht uns immer wieder einen neuen Anfang, heraus aus aller Schuld und Dunkelheit dieser Welt. Die Geburt Jesu sagt uns: „Du bist ein einmaliger und kostbarer Mensch“. Möge das an Weihnachten für uns alle neu erfahrbar werden.
Wenn uns diese Erfahrungen zuteilwerden, können wir auch gut mit einer weiteren Eigenschaft des „Menschsein“ umgehen: Der Annahme von Aufbrüchen und Veränderungen im kommenden Jahr!!
Mögen wir alle wieder die kostbaren Spuren des Friedens für uns entdecken und an einer heilen Welt von morgen mitwirken.

Mögen wir alle wieder neu Hoffnung erfahren für unser Miteinander in unseren Gemeinden und in unserer Stadt und Welt. Möge uns die Liebe, die Gott uns in seinem Sohn geschenkt hat, bestärken in unserem Glauben und an eine Liebe, die grenzenlos ist.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch im Namen aller hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das neue Jahr 2019, das ganz im Zeichen der „Veränderungen und Aufbrüche“ steht.

In herzlicher Verbundenheit
Ihr Pfarrer Stefan Ruf