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Dienstag der Karwoche, 07.04.2020
Verkündigung des Herrn
L Jes 49, 1-6 Ev Joh 13, 21-33.36-38
Ps 27 (26), 1.2.3.13-14

Einer von euch wird mich verraten. Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen

Evangelium nach Johannes
In jener Zeit, als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.  Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte.  Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.  Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.  Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?  Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.  Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!  Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.  Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.  Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht. Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.  Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.  Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.  Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.  Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.  Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen.

Zu  Lesung und Evangelium
“Ich mache dich zum Licht für die Völker, damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht” – so spricht Gott im Alten Testament. Wir Christen glauben, dass Jesus das Licht für die Welt ist und Gottesliebe zu uns mit seinem Leben bezeugt. Die Jünger wussten bis zum letzten Abendmahl nicht, dass selbst sie zu Verrätern dieser Liebe, dieses Lichts werden könnten. Keiner von ihnen konnte sich bis dahin Verrat oder Verleugnung vorstellen. Und Jesus bringt noch den Hahn ins Spiel, Symbol für Wachsamkeit und Treue. Das Tier soll uns Christen erinnern, im Glauben mit Christus verbunden zu bleiben, ihm zu vertrauen und uns vor dem Bösen in Acht zu nehmen. Als Petrus erkennt, dass er seinen Freund aus Angst verleugnet hat, weint er bitterlich. Der Hahn wird für ihn zum Sinnbild der Reue und Umkehr.

Impuls für den Tag
Jedes Jahr sucht das Kigo-Team Heilige Familie nach einem neuen Motiv für das Palmbuschenbasteln mit den Kindern. Dieses Jahr wurde es der Hahn. Wenn die Kinder das Tier an ihren grünen Stecken oder an den Holzkreuzen befestigt haben und diese zu Hause oder im Garten stehen, denken sie an die Geschichte von Jesus und Petrus und sie werden daran erinnert, in ihrem Leben an Werten wie Treue und Wachsamkeit festzuhalten.

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