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Dienstag der 4. Osterwoche, 5.5.2020

L: Apg 11, 19-26; Ev: Joh 10, 22-30

Auch das heutige Tagesevangelium bleibt - wie gestern - in der Bilderwelt des Guten Hirten. So spricht Jesus:

"Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir."

Ich denke viele Menschen finden so einen Satz erst einmal etwas abschreckend. Wer von uns möchte schon gerne als Schaf bezeichnet werden? Klingt das nicht ein wenig nach den "dummen" Schafen, die ohne nachzudenken, einem Anführer "blind" folgen?

Ich glaube nicht, dass Jesus die Menschen, die ihm nachfolgen, mit diesem Schaf-Vergleich abwerten wollte. Ich glaube auch nicht, dass Jesus von den Menschen, die ihm nachfolgen, einen "blinden Gehorsam" erwartet. Ich glaube Jesus hat gerne mit Menschen diskutiert. Jesus konnte auch andere Meinungen aushalten. Aber er konnte eben auch überzeugen und begeistern.
Und ich glaube, die ihm nachfolgten, waren begeistert - von seinem Sprechen, von seinem Handeln, von seinem Gottvertrauen.
Womöglich haben sie gemerkt: da wo Jesus ist, ist Liebe und Zuneigung, Vergebung und Hoffnung. Dazu passt ein Lied aus Taizé sehr gut: Ubi caritas et amor Deus ibi est - Wo Liebe ist und Güte, dort wohnt Gott.
Mitglieder unserer Jugendband haben dieses wunderschöne Lied für uns eingespielt:


 

Gebet:
Guter Gott, es gibt viele Stimmen in unserem Leben, Stimmen von unseren Mitmenschen, Stimmen unseres Gewissens. Vielleicht auch Deine Stimme?
Lass uns in unserem Leben immer wieder Deine Stimme vernehmen. Hören. Irgendwie.
Amen.