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Dienstag, 5. Januar 2021

L 1 Joh 3,11-21; Ps 100; Ev Joh 1,43-51

Ruf vor dem Evangelium

Halleluja. Halleluja.
Aufgeleuchtet ist uns aufs Neue der Tag der Erlösung:
Ein großes Licht ist heute auf Erden erschienen.
Kommt, ihr Völker, und betet an den Herrn, unseren Gott!
Halleluja.

Zum Evangelium

Die Geschichte der Jüngerberufungen ist spannend. Am ausführlichsten wird über Natanael berichtet, den Jünger, dessen Spur sich später zu verlieren scheint. Erst nach der Auferstehung Jesu taucht er wieder auf (Joh 21,2). Die ersten drei Evangelisten kennen seinen Namen überhaupt nicht, es könnte aber sein, dass es derselbe ist der bei Matthäus und Markus Bartholomäus heißt: Bei Matthäus und Markus wird die Berufung der ersten Junger anders erzählt. Bei Johannes fällt auf, wie stark menschliche Beziehungen bei der Gewinnung der ersten Jünger mitspielen. Einer findet den andern und führt ihn zu Jesus. Dennoch ist deutlich, dass die Anziehungskraft und der entscheidende Ruf von Jesus selbst ausgehen. Seine Person schafft Vertrauen und Glauben. Gleich zu Anfang werden ihm die großen messianischen Ehrennamen zuerkannt: Lamm Gottes, Messias, Sohn Gottes, König von Israel. - Mk 1,16-20; Mt 4,18-22; Joh 7,41-42.52. 8 (Nach Schott)

Evangelium    

Du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel

In jener Zeit 43wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach!
44Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus.
45Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs.
46Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh!
47Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.
48Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.
49Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!
50Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.
51Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Weitere Infos über Nathanael

Nathanael = Bartholomäus
Bartholomäus ist sprachlich gesehen ein Verweis auf den Vater: Bar-Tolmai, Sohn des Tolmai. Weil in den Apostellisten Philippus und Bartholomäus zusammengenannt werden, wird Bartholomäus oft mit Nathanael, dem Freund, den Philippus zu Jesus brachte (Joh 1,45), gleichgesetzt. Sein vollständiger Name wäre danach Nathanael Bar Tolmai. Er soll in Indien, Mesopotamien und in Armenien gepredigt und das Martyrium erlitten haben. Nach späteren Legenden sei der Sarg mit seinem Leichnam an der Insel Lipari bei Sizilien angespült worden, wo man ihn bestattet habe. Die dort errichtete Kirche zerstörten 831 die Sarazenen.

Gebet

„Nicht um zu richten,
bist du gekommen, Gott,
sondern um zu suchen, was verloren ist,
und zu befreien,
was in Schuld und Angst gefangenliegt,
um uns zu retten,
wenn unser Herz uns anklagt.
Nimm uns,
so wie wir hier zugegen sind,
mit der ganzen sündigen Vergangenheit der Welt.
Du bist doch größer als unser Herz,
größer als alle Schuld,
du bist der Schöpfer
einer neuen Zukunft,
ein Gott der Liebe bis in Ewigkeit“ (Huub Oosterhuis).