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Dienstag, 9. Februar 2021

L Gen 1, 20 - 2, 4a; Ev Mk 7,1-13

Zum Evangelium

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, sein Herz aber ist weit weg von mir.

Das ist einer der zentralen Sätze im heutigen Evangelium. Jesus spricht ihn in einer Auseinandersetzung mit den Pharisäern. Er hält ihnen vor, dass sie menschliche Gesetze über Gottes Gebote stellen, dass sie leere Phrasen dem gelebten Glauben vorziehen. Nun könnten wir sagen: „Ach, diese Pharisäer!“ Doch denke ich, dass diese Kritik vielleicht auch manchmal uns ganz persönlich anspricht. Das Wort „Lippenbekenntnis“ finden wir auch in unserem heutigen Sprachgebrauch. Beten wir nicht auch manchmal eher floskelhaft und innerlich abwesend? Oder entspricht unser Reden oftmals eben nicht so ganz unserem Tun? Ehren auch wir manchmal Gott eher mit unseren Lippen als durch unser Tun?

Heute kann ich mich fragen: Würde ich mir wünschen, dass mein Herz manchmal auch wieder näher bei Gott wäre? Und wenn ja, was könnte mir dabei helfen?

Zum heutigen Thema habe ich ein passendes Gebet von Fr. Roger, dem Gründer von Taizé gefunden. Dieses Gebet haben wir auch gestern beim Online-Taizégebet gebetet und ich möchte es Ihnen mit in den Tag geben:

Gebet

„Geist des auferstandenen Christus, nur wenn wir in großer Einfachheit beten, können wir Dich empfangen. Du weißt, wie wenig menschliche Sprache auszudrücken vermag, was in unserer Tiefe geschieht. Doch Du bist es, der bei unserem schlichten Gebet, zu uns spricht, bisweilen durch ein Wort, durch ein Ereignis, manchmal in einem Stillehauch. Du sprichst zu uns, und in deiner Gegenwart bricht das Morgenrot eines Vertrauens an. Amen.“

Lied Aber Du weißt den Weg für mich (Taizé)