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Donnerstag der 4. Osterwoche, 7.5.2020

L Apg 13, 13-25; Ev Joh 13,16-20

"Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf, wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat."

Für viele von uns ist es wohl eher ungewöhnlich, jemanden bei sich daheim für längere Zeit aufzunehmen oder jemandem einfach mal spontan eine Nacht ein Quartier zur Verfügung zu stellen. Vielleicht kennen wir es eher im Zusammenhang mit einem Schüleraustausch oder wenn die Verwandten einige Tage über Weihnachten zu Besuch sind.

Ein Wanderprediger – wie Jesus einer war – war häufig darauf angewiesen, dass jemand ihm eine Unterkunft gewährt.

So überrascht es nicht, dass Jesus auf dieses Bei-Sich-Aufnehmen in seiner Verkündigung Bezug nimmt – es war wohl eine Erfahrung, die er selbst schon oft gemacht hat. Jesus sagt: wer einen meiner Jünger/eine meiner Jüngerin aufnimmt, nimmt mich auf - und wer mich aufnimmt, der nimmt meinen himmlischen Vater auf.

Diese Aussage Jesu fordert mich dazu auf, genauer hinzuschauen, wenn mir jemand begegnet: In meinem Mitmenschen den Mitmenschen zu sehen, aber eben auch den, der sich irgendwie hinter jedem Menschen verbirgt – Gott selbst. Sich bewusst zu machen, dass jeder Mensch einen göttlichen Glanz in sich trägt, auch wenn dieser manchmal verdunkelt sein kann. Vielleicht macht schon allein ein solches Bewusstsein den göttlichen Glanz in unseren Mitmenschen und damit unsere Welt ein bisschen heller.

Gebet

Guter Gott, manchmal fällt es uns schwer, in unseren Mitmenschen das Gute, das Göttliche zu sehen. Lass uns entdecken, dass Du in jedem Menschen wirken willst, dass jeder Mensch von Dir angenommen und geliebt ist - auch wir selbst.
Amen.

Lied (eingespielt von Mitgliedern unserer Jugendband):

GL 389 Dass du mich einstimmen lässt