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Freitag, 03.04.2020
L Jer 20,10-13 Ev Joh 10,31-42

GL 422,2 Von Zweifeln ist mein Leben übermannt


„Mein Unvermögen hält mich gefangen. Werde ich dich noch mit neuen Augen sehen?“ Gott haben wir nicht gepachtet. Glaube wandelt sich. Zweifel gehören zum Glaubensleben dazu.

Und heute?

Viele von uns, besonders die älteren Menschen, sind gerade aufgefordert, wenig Kontakte zu haben. Etliche sind allein zu Hause, wenn sie Glück haben noch mit einem Partner. Enkel dürfen nicht zu Besuch kommen. Da kommen Gefühle der Einsamkeit auf. Und bei anderen, z.B. Kleinfamilien wird es vielleicht schwierig mit der häuslichen Gemeinschaft. Die Eigenheiten der Anderen nerven, vielleicht fühlt man sich nicht verstanden. Kinder wollen beschäftigt werden und sind unausgeglichen. Unser „Unvermögen hält uns ganz gefangen“. Ist mir der Glaube jetzt ein Halt?

Impuls in den Tag:
Glaube braucht Wandel, um zu reifen. Wo liegen meine Wurzeln des Glaubens? Was habe ich von meinem Elternhaus an Glaubenserfahrungen mitgenommen? Mein Kinderglaube, hat er sich gewandelt? Welche Elemente/Traditionen habe ich abgeworfen und wo stehe ich heute mit meinem Glauben?

Gebet:
Du Gott des Wandels, jeder Wandel heißt Abschied nehmen und loslassen. Er bedeutet Neuorientierung, Zweifel und Suchen. Begleite alle Menschen, die gerade auf der Suche sind, die Halt suchen, die einen Sinn im Leben suchen. Lass auch mich immer wieder spüren, dass du es gut mit mir meinst, dass du mich herausrufst aus der Erstarrung, dass du mich zu mehr Lebendigkeit rufst, zu mehr Liebe. Amen
Zweifel gehören zum Leben dazu. Gott ruft mich immer wieder.