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Freitag 27.03.2020
L Weish 2,1a.12–22 Ev Joh 7,1–2.10.25–30
Lied: GL 147 (Liebster Jesu wir sind hier)

„Keiner wagte ihn anzufassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.“ Bei diesem Satz aus dem heutigen Evangelium bin ich hängengeblieben. Nicht anfassen, Abstand halten, keine Umarmung; keine Nähe kein Kontakt – niemand wagt anzufassen.
Geht es im Evangelium darum?
Kein Anfassen, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
Die Stunde Jesu, die Stunde seines Leidens, aber auch seiner Auferstehung, wird nicht von den Menschen bestimmt, sondern von seinem Vater im Himmel. Gerade in einer Zeit in der Kontaktmöglichkeiten durch Menschen sehr stark eingeschränkt sind ist es an uns den Kontakt Gottes zu uns Menschen zu verkünden und zu leben.

Das kann in Worten geschehen, aber auch durch unser Verhalten, durch kleine Gesten der Aufmerksamkeit, des Mitfühlens und der Hilfsbereitschaft, die den Anderen fragen lässt: Warum tut der oder die das, warum steht er oder sie mir helfend zur Seite? Dadurch wird das Christentum lebendig und Christus in unserer Welt sichtbar und greifbar

Fürbitten
Guter Gott, dein Sohn ist für uns Mensch geworden und geht alle unsere Wege mit.
Wir bitten dich:
Für alle Menschen, die sich derzeit mühen, ihr Leben neu zu organisieren:
Schenke ihnen Durchhaltevermögen und Kreativität.

Für alle, die Angst vor der Zukunft bekommen haben:
Schenke ihnen Menschen, die ihnen zuhören und bei der Verarbeitung ihrer Angst helfen.

Für alle, die jetzt in besonderer Weise für das Wohl der Allgemeinheit arbeiten:
Schenke ihnen alle Kraft, die sie brauchen, und Zeiten, in denen sie ausruhen können.

Für die Länder, die besonders schwer von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind:
Schenke ihnen Zusammenhalt und Hoffnung

Für alle Kranken und alle, die in Quarantäne leben:
Schenke ihnen die Gewissheit, dass du bei ihnen bist, und sie führst und trägst.

Für alle Verstorben:
Schenke ihnen das Licht des ewigen Lebens und die Freude, dich zu schauen, wie du bist.

Unsere Fürbitten fassen wir zusammen und in dem wir das Gebet das Christus uns gelehrt hat : Vater unser...

Trost
Trost ist
ein gesprochenes Wort
und ein stilles Schweigen,
eine zarte Umarmung
und eine gehaltene Hand.

Trost ist
ein leises Lied
und gute Gedanken,
eine warme Berührung
und ein mitfühlendes Herz.

Trost ist ein Stück gemeinsamer Weg
und ein freundlicher Mensch,
ein aufmerksamer Zuhörer
und ein Gespräch mit Gott.
Greubel, Frank; In dieser Zeit Gebet; Würzburg, Vin-zenz Druckerei.

Lied: GL457 (Suchen und fragen)