Zum Inhalt springen

Mittwoch der 6. Osterwoche, 20.5.2020

L Apg 17,15.22 – 18,1; Ev Joh 16, 12 - 15

 

Tagesgebet

Herr, unser Gott,
sieh auf deine Gemeinde,
die in dieser österlichen Zeit
der Auferstehung deines Sohnes gedenkt.
Gib, dass wir mit allen Heiligen
die ewige Freude erlangen,
wenn er in Herrlichkeit wiederkommt,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch

Lesung

In jenen Tagen 15brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück.
22Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen.
23Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.
24Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.
25Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.
26Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.
27Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern.
28Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.
29Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.
30Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen.
31Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
32Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.
33So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
34Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.
1Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.

(Anmerkung: Areopagit: Mitglied des Areopags, des höchsten Gerichts in Athen)

Impuls für den Tag

In der Lesung setzt Paulus seine Missionsreise fort und kommt in Athen an – die Stadt der Touristen, Philosophen, Aussteiger und Spötter. Die Athener sind stolz auf ihre vielen Götzenbilder und Götteraltäre. Darunter widmen sie sogar einen Altar „Einem unbekannten Gott“. Auf dem Areopag (Areshügel) gewinnt Paulus die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der Athener, indem er ihre Frömmigkeit hervorhebt. Er aber, kann ihnen „von diesem unbekannten Gott“ erzählen …
Als er von Jesus und der Auferstehung von den Toten kündet, bremsen ihn die Spötter aus und andere Anwesende haben vorerst genug von ihm mitbekommen. Paulus scheint als Verlierer vom Feld zu gehen. Doch die Saat seiner Worte fällt auch auf fruchtbaren Boden: Männer und Frauen glauben Paulus und sie wurden zu Keimzellen für eine neue Christengemeinde. Ein begnadeter Redner dieser Paulus, so stelle ich ihn mir vor, redet über seinen Glauben vor einem Berg von Atheisten, Andersgläubigen, Spöttern und Zweiflern.

Und es kommt dabei etwas heraus…  Auch heute kann der Glaube Berge versetzen. Ich denke, das Wichtigste dabei ist, den ersten Schritt zu tun, mit Gottes Beistand.

Aus dem Psalm 148

R Erfüllt sind Himmel und Erde von deiner Herrlichkeit. -

1 Lobet den Herrn vom Himmel her,
Lobt ihn in den Höhen:

2 Lobt ihn, all seine Engel,
lobt ihn, all seine Scharen. - (R)

11 Lobt ihn, ihr Könige der Erde und alle Völker,
ihr Fürsten und alle Richter auf Erden,

12 ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen,
ihr Alten mit den Jungen! - (R)

13 Loben sollen sie den Namen des Herrn;
denn sein Name allein ist erhaben,
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.

14 Seinem Volk verleiht er Macht,
das ist ein Ruhm für all seine Frommen,
für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf. - R