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ittwoch der 2. Osterwoche, 22.04.2020
L Apg 5,17–26 Ev Joh 3,16–21

In der Osterzeit hören wir die Lesung aus der Apostelgeschichte. Sie schildert uns, wie sich das Wort Gottes Bahn bricht, wie sich der Glaube an Jesus Christus nicht in Gräbern oder hinter Gefängnismauern zurückhalten oder durch Verbote unterdrücken lässt, sondern sich immer weiter ausbreitet.
„Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“, heißt es einige Verse vor der heutigen Lesung aus der Apostelgeschichte.
Trotz Verbot und Verhaftung stellen sich die Apostel in den Tempel und lehren sie das Volk, d. h. sie sprechen über ihre Glaubenserfahrung.
Diese Begebenheit ist auch eine Art von Auferstehungsgeschichte: ein Engel des Herrn befreit die Apostel in der Nacht aus dem bewachten Gefängnis; am nächsten Tag ist nur noch die leere Zelle da. „Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest der Auferstehung. Sperren werden übersprungen und ein Geist ist da.“ (GL 472,4)
Ganz ähnlich ist die Situation heute.
Trotz Kontaktverbot, trotz Versammlungsverbot schweigt das Wort Gottes nicht, ist Glaube nicht tot, sondern er lebt und sucht seinen Weg in dieser Zeit gerade auch außerhalb der Kirchenmauern.
Damals wie heute  gibt der Geist sogar in scheinbar aussichtslosen Situationen die Kraft zur Verkündigung, so dass die Kirche lebendig bleibt.
Und es ist nicht nur das Wort, sondern vor allem das gelebte Beispiel der Liebe, das ansteckend wirkt.

 

Fürbitten:

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn für uns hingab. Ihn, Jesus Christus, wollen wir bitten:
Um den Geist der befreit, für alle Menschen, die in sich verschlossen, ängstlich und gehemmt sind.
Erhöre uns, Christus.
Um den Geist der Liebe, der die Worte des Glaubens im Tun bezeugt.
Um den Frieden, den du deinen Jüngern zugesprochen hast, für die Beziehung der Menschen mit Gott, untereinander und mit sich selbst.
Um das Festhalten am Glauben in Situationen, in denen es schwer fällt, an Gottes Gegenwart zu glauben.
Um die Auferstehung und das ewige Leben für alle unsere Verstorbenen.
Gott, du bist uns nahe in Jesus Christus, deinem Sohn, heute und alle Tage und in Ewigkeit.

Gebet:
Gott, du bist barmherzig und treu,
ein guter Hirte.
Du kennst die Wege, die wir gegangen sind,
auch die, über die wir nicht reden.
Du kennst auch die Strecken, die vor uns liegen,
unsere Erwartung, unsere Sorge.
Dir vertrauen wir uns an.
Wenn wir uns in Tiefen verlieren,
führe uns,
wenn wir an Höhepunkten übermütig werden,
bewahre uns,
wenn Durststrecken vor uns liegen,
richte uns auf.
Du lässt uns an deinem Tisch das Leben schmecken.
In Christus, unserem Herrn.

Klavierimprovisation von Julius von Lorentz
Aus einem zarten Hoffnungsschimmer entwickelt sich eine leidenschaftliche Melodie, ein breites singendes Band. Die Trauer wandelt sich in Zuversicht, in Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod, in dem alle Schmerzen ein Ende haben. -