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Mittwoch 25.03.2020
Verkündigung des Herrn
L Jes 7,10–14 Ev Lk 1,26–38
Lied: GL 523 (O Maria, sei gegrüßt)

Gedanken zum Evangelium
Gott wird Mensch, das feiern wir an Weihnachten. Gott meint es ernst mit uns Menschen und mit seiner Liebe zu uns.
Er wird wahrhaft Mensch und fällt nicht als Gott vom Himmel.
Mit dem Fest der Verkündigung des Herrn feiern wir den Anfang der Menschwerdung Gottes in Jesus von Nazareth.
Gottes Zur-Welt-Kommen ist konkret erfahrbar. In der Verkündigungsszene zeigt sich, was jeder erfährt, der es mit Gott zu tun bekommt, nicht nur Maria, sondern auch ich, wir alle.

Die Verkündigung ist ein Zwiegespräch von Gott und Mensch, wobei der Engel Gabriel die Stelle Gottes einnimmt. Es ist ein Hin und Her, Rede und Antwort, Ansprache und Erwiderung.
Geschickt kleidet Lukas die Geschichte in Bilder. Der Engel tritt bei Maria ein. Wir kennen die zahlreichen Darstellungen, jeder hat wohl ein Bild dazu im Kopf.
Dieses Bild freilich drückt eine Erfahrung aus, die wir alle schon erlebt haben.
Da leuchtet uns etwas auf, mit einem Mal wissen wir, ohne den genauen Grund nennen zu können, dass es so richtig ist.
Gott selbst ist es, der in das Leben einbricht, ganz unvermittelt da ist und sagt: „Der Herr ist mit dir!“
In dieser Gewissheit kann Maria fragen und muss die eigene Erschrockenheit nicht verbergen.
Sie sagt nicht ja und Amen, nimmt nicht einfach hin, sondern fragt zurück.
Sie fragt nach dem Wie?
Sie drängt den Engel nicht zurück oder erwartet einen Beweis.
Nur im Dialog, im Fragen nach dem Wie, kann Gott wirklich in unserer Welt ankommen.
Die Frage Mariens nimmt das Wissen um menschliche Begrenztheit wahr und ist offen für die Antwort des Engels: „Die Kraft des Höchsten wird dich überschatten“
Mehr als ich erwarten kann, wird Gott mir geben, über meine Begrenztheit hinaus ist er bereit, mir seine Fülle zu schenken.

Gebet
In deinem Fragen und Zweifeln
Der Herr ist mit dir
In deinen Ängsten und Sorgen
Der Herr ist mit
In deiner Einsamkeit und Leere
Der Herr ist mit dir
In deiner Quarantäne und Begrenztheit
Der Herr ist mit dir
In deinem Heute und Morgen
Der Herr ist mit dir
In deiner Sehnsucht nach Nähe
Der Herr ist mit dir

Sei gegrüßt du Begnadete-r
Der Herr ist mit dir
Und die Kraft des Höchsten
wird auch dich überschatten

Mariengruß GL 530 (Maria, Mutter unsres Herrn)