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Montag der 3. Osterwoche, 27.04.2020

L Apg 6, 8-15; Ps 119,23-24.26-27.29-30; Ev: Joh 6, 22-29

TAGESGEBET
Gott, du bist unser Ziel,
du zeigst den Irrenden das Licht der Wahrheit
und führst sie auf den rechten Weg zurück.
Gib allen, die sich Christen nennen,
die Kraft, zu meiden,
was diesem Namen widerspricht,
und zu tun, was unserem Glauben entspricht.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Ruf vor dem Evangelium
Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt.

EVANGELIUM NACH JOHANNES
In jener Zeit sah die Menge, die am anderen Ufer des Sees geblieben war, dass nur noch ein Boot dort lag, und sie erfuhren, dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass die Jünger allein abgefahren waren. Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten. Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus. Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierher gekommen? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird. Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt. Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen? Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Zum EVANGELIUM
Wie Jerusalem in Judäa, so ist Kafarnaum in Galiläa der Ort, wo die Entscheidungen fallen. Dort findet die Auseinandersetzung über die wunderbare Speisung und deren Bedeutung statt. Die ersten Verse berichten umständlich, wie Jesus und die Volksmenge sich in Kafarnaum wieder getroffen haben. Die Menge „sucht“ Jesus  - aber was sucht sie eigentlich? Sie suchen den wundertätigen Propheten, der sie satt gemacht hat und wieder satt machen kann. Jesus aber will etwas ganz anderes geben: die Speise für das ewige Leben. Dazu hat Gott ihn, den Menschensohn, eingesetzt und „mit seinem Siegel beglaubigt“. Gott verweist die Menschen an Jesus. Gott braucht nicht das Vielerlei von menschlichen Werken, Tugenden und Leistungen; die entscheidende Tat, die er vom Menschen verlangt, ist der Glaube an Jesus. Das wahre Leben kann man von ihm als Geschenk empfangen.

Impuls für den Tag
„Mit Abstand die Ersten“. – Seit letzten Montag dürfen in Sachsen als erstem Bundesland wieder öffentliche Gottesdienste stattfinden. Nur unter strengen Auflagen und mit maximal 15 Personen. Karin Wollschläger berichtet in ihrem Artikel in katholisch.de, dass die Menschen sich für die Messe per Internet in eine Doodle-Liste eintragen oder per Telefonanruf anmelden müssen. In den ersten 24 Stunden hätten sich über 160 Personen angemeldet. Die Propsteikirche in Leipzig hat ihr Messkontingent erhöht, auf 3 Messen, jeden Werktag. Die Gläubigen in Leipzig sind dankbar und beeindruckt. Unter ihnen ein Vater mit seinem Kind: „Ich hatte das Gefühl, dass alles verantwortungsvoll durchdacht war. Es war kein Zurück in die Normalität, sondern ein Lichtblick.“ Sich auf dem Weg machen, Jesus suchen und ihm glauben, damit wir das wahre Leben haben, eine Speise, die nie verdirbt. Verlieren wir nicht den Mut dabei, bleiben wir in Kontakt und stärken uns gegenseitig im Glauben.
Darum bitte ich Jesus, unseren Herrn und Bruder. Amen.

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Propsteikirche St. Trinitatis, Leipzig