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Samstag, 28.03.2020
L Jer 11,18–20 Ev Joh 7,40–53 
Lied: GL 437 (Meine engen Grenzen)

Gedanken zum Evangelium
Wer ist Jesus für die Menschen in Jerusalem? Der Messias, ein Prophet, ein herausragender Mensch oder doch nur einer, der sich anmaßt, etwas Besonderes zu sein?
Die Menschen, die Jesus hörten, konnten sich nicht einigen. Die Pharisäer und Schriftgelehrten verließen sich nur auf ihre Schriften und die Überlieferung und kannten sie doch nicht genau.
So waren nur einige aus dem Volk überzeugt, dass Jesus der erwartete Messias sei.
Und wie geht es uns dabei? Oder noch konkreter gefragt: Wer ist Jesus für mich?
Ist er der, der mein Leben bestimmt und begleitet, ist er der Messias für mich? Oder ist er nur ein Not-Nagel, eine Figur aus fernen Tagen?
Ist er einer, dem ich vertraue und von dem ich Freude, Kraft und Hoffnung schöpfe?
Oder ist er bei mir in einer Art Dauerquarantäne, eingeschlossen in den Kirchen – und da soll er auch bleiben?
Es kommt nicht darauf an, wie wir Jesus einordnen, sondern darauf, dass er unser Leben ordnet, dass er der Mittelpunkt unseres Lebens ist. Und das zeigt sich darin, wie wir miteinander leben, wie wir miteinander reden, wie wir seine Botschaft sichtbar machen in der Welt.
Fangen wir heute an, seine Botschaft sichtbar zu machen, ihn als unseren Herrn anzunehmen und ernst zu machen mit dem Leben aus der Frohen Botschaft.

Gebet: Jesus, du bist anders
Jesus, du bist anders.
Du hast von der Liebe gesprochen
in einer Welt voller Hass.
Du hast dich zur Ehebrecherin gestellt,
als sich alle von ihr distanzierten.
Du bist bei dem Zöllner eingekehrt,
als sich alle über ihn empörten.
Du hast die Kinder zu dir gerufen,
als alle sie wegschicken wollten
Du hast Petrus vergeben,
als er sich selbst verdammte.
Du hast den Teufel verjagt,
als alle anderen auf ihn hereingefallen waren.
Du bist vor dem Ruhm geflohen,
als alle anderen dich zum König wollten.
Du hast Kranke geheilt,
als sie von anderen aufgegeben waren.
Du hast geschwiegen, als alle dich verklagten, verspotteten und auspeitschten.
Du hast die Schuld auf dich genommen,
als alle ihre Hände in Unschuld wuschen.
Du bist am Kreuz gestorben,
als alle Pas-cha feierten.
Du bist vom Tode erstanden,
als alle meinten, es sei zu Ende.
Jesus, ich danke dir, dass du anders bist.
Gib auch mir den Mut anders zu sein, dort, wo es nötig ist.

Lied: GL 456 (Herr, du bist mein Leben)