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Auf ein Wort

„… erwarten wir getrost, was kommen mag.“

„Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr!“ Diese Wünsche werden wir in den nächsten Wochen mehrfach hören oder lesen.

Frohe Weihnachten…

Für viele gibt es kein frohes Weihnachten, weil sie einen kranken Menschen in der Familie haben und nicht wissen, wie es weiter geht. Andere begehen das Weihnachtsfest zum ersten Mal ohne den geliebten Menschen, der verstarb. Und es gibt noch viele andere traurige Gründe.

…und ein gutes neues Jahr – Das habe ich mir in den letzten beiden Jahren, die im Zeichen von Corona standen, auch gewünscht. Aber es kam alles anders. Die Corona-Krise wurde abgelöst durch den Krieg in der Ukraine, verbunden mit einer Energiekrise und einer inflationären Preissteigerung. Dazu die Klimakrise und die Krise bei uns in der Kirche. Anscheinend kommt man aus dem Krisenmodus gar nicht mehr raus. Viele blicken deshalb mit Sorgen in das neue Jahr.

Zum Jahreswechsel singen wir meist ein Lied mit einem Text von Dietrich Bonhöfer, ein Text, den er in den schwersten und dunkelsten Stunden seines Lebens im Dezember 1944 in der Gestapo-Haft verfasst hat. Ein Text, der die Realität des Lebens ernst nimmt und nicht schönredet, aber auch ein Text, der voller Trost ist und Hoffnung und Zuversicht ausstrahlt.

Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Noch will das alte unsre Herzen quälen, noch drückt uns  böser Tage schwere Last. Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen, das Heil, das du für uns bereitet hast. Lass warm und hell die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.

Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

An Weihnachten strahlt dieses Licht in der Dunkelheit auf, Gott wird einer von uns. Frohe Weihnachten!

Und so behütet, getröstet und von guten Mächten geborgen, egal was kommen mag, ein gutes neues Jahr!

Pfr. Andreas Marquardt