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Auf ein Wort

Durchkreuztes Leben – neues Leben

Pläne werden durchkreuzt. Wir haben es uns schön ausgemalt und dann ändert sich alles und wir müssen Abschied nehmen und uns neu ausrichten:

Durchkreuztes Leben!

Manchmal sehen wir im Rückblick: Es ist erträglich geworden oder vielleicht sogar gut, so wie es gekommen ist, es haben sich ganz neue Türen aufgetan, ich bin daran gewachsen. Das Kreuz führt unseren Blick in verschiedene Richtungen: nach oben, nach unten, nach links und rechts. Und die Mitte, die hält alles zusammen.

Das Kreuz zeigt unsere Bindung hin zum Himmel und zur Erde. Es zeigt unser Hineingestelltsein in diese Welt, unsere Ausrichtung auf das „Du“, rechts und links.

Die Mitte aber ist der Knotenpunkt: Hier wird alles zusammengehalten, hier finden wir Halt, von hier aus können wir uns ausrichten: mit Himmelsblick ins Leben. So ist das Kreuz einerseits schwer und gleichzeitig Hoffnungszeichen.

Das feiern wir in den Kar- und Ostertagen: Jesus gekreuzigt, die Pläne der Jüngerinnen und Jünger durchkreuzt. Jesus tot!

Und doch: Neues Leben. Die Freunde Jesu finden sich neu, sie machen in dem immer wieder Durchleben der gemachten Erfahrungen ganz neue Entdeckungen: Himmel und Erde verbinden sich, in ihrer Mitte entsteht Glaube, der trägt: Jesus lebt!

Und sie können sich neu ausrichten, zum „Du“ rechts und links.

Ich wünsche uns allen immer wieder solche Auferstehungserfahrungen schon im Hier und Jetzt.

Elisabeth Dörrer-Bernhard