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Gemeindeversammlung

Gemeindeversammlung am 15. März 2026

Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur Gemeindeversammlung in der Heiligen Familie zusammen. 

Im Mittelpunkt standen die aktuellen Entwicklungen in der Diözese sowie die Standortentwicklung unserer Gesamtkirchengemeinde.

 

Pfarrer Marquardt berichtete über die geplanten strukturellen Veränderungen in der Diözese. Künftig sollen die derzeit über 1000 Kirchengemeinden zu etwa 50 bis 80 Raumschaften zusammengeführt werden. Die bisherigen Kirchengemeinden in ihrer heutigen Form werden dabei aufgelöst. Die Kirchengemeinderäte sind nun aufgefordert, bis zum 15. April ein Votum abzugeben, wie viele Raumschaften in Stuttgart sinnvoll erscheinen. Diskutiert werden in Vaihingen derzeit die beiden Varianten eine oder vier Raumschaften. Wichtig sei dabei, dass unterhalb dieser neuen Struktur Seelsorgeeinheiten geschaffen werden, damit eine gute pastorale Arbeit vor Ort mit Bezug zu den Menschen möglich ist und gut erreichbare Pfarrbüros.

Anschließend gab Frau Schick-Ebert einen Überblick über den aktuellen Stand der Standortentwicklung. In Vaihingen wird die katholische Kirche an allen vier bisherigen Standorten präsent bleiben – mit Orten für die Begegnung mit Gott und den Menschen. Christus König wird dabei der zukünftige Hauptstandort sein. Die anderen Standorte werden sogenannte Kirchorte mit kleinerer, aber weiterhin sichtbarer Präsenz.

Im Anschluss waren die Teilnehmenden eingeladen, ihre Anregungen und Einschätzungen einzubringen – unter anderem dazu, wie unsere Gesamtkirchengemeinde besser zusammenwachsen kann, was für eine erfolgreiche Standortentwicklung notwendig ist, welche Befürchtungen es gibt und welche Chancen durch die Standortentwicklung entstehen. Die Ergebnisse werden von den vier KGRs und dem Pastoralrat von Cristo Re in einer Klausursitzung am 21. März beraten. Über die weiteren Schritte berichten wir im nächsten Gemeindebrief und hier auf der Homepage.

 

Ergebnisse der Gemeindeversammlung

Sonntag, 15.03.2026 – Heilige Familie

Im Rahmen der Gemeindeversammlung wurden zu vier Leitfragen Ideen, Einschätzungen und Perspektiven gesammelt. Die folgenden Punkte fassen die Ergebnisse des Brainstormings zusammen.

1. Was müssen wir beachten bzw. bedenken, damit es gut wird?

(Was braucht es für den Hauptstandort CK und für die Kirchorte?)

Im Brainstorming wurde deutlich, dass für einen gelingenden Prozess mehrere Faktoren wichtig sind.
Ein zentraler Punkt ist die Stärkung und der Ausbau des Ehrenamts. Engagement von Gemeindemitgliedern wird als entscheidend für die Zukunft gesehen. Gleichzeitig soll klarer werden, welchen konkreten Beitrag einzelne Menschen im Prozess leisten können. Eine koordinierte Begleitung des Ehrenamts kann dabei hilfreich sein.

Ebenso wichtig ist eine offene, transparente und zeitnahe Kommunikation. Informationen sollten verständlich und nachvollziehbar aufbereitet und möglichst über eine zentrale Plattform im Internet zugänglich gemacht werden. Digitale Medien können stärker zur Organisation von Terminen, Räumen und Aktivitäten genutzt werden. Gleichzeitig bleiben klassische Kommunikationswege wie der Gemeindebrief wichtig.

Mehrfach wurde betont, dass über Veränderungen positiv und konstruktiv gesprochen werden sollte. Statt einer Haltung des Jammerns braucht es eine gemeinsame Perspektive und einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft.
Für das Gemeindeleben spielen Begegnung und Gemeinschaft eine wichtige Rolle. Niederschwellige Angebote für verschiedene Zielgruppen können helfen, Menschen zusammenzubringen. Besonders verbindend wirken kulturelle und musikalische Angebote, etwa Bands, Chöre oder gemeinsames Singen.

Darüber hinaus wurde die Bedeutung von Offenheit und Willkommenskultur hervorgehoben. Menschen, die bisher wenig Kontakt zur Kirche haben, sollten bewusst angesprochen werden. Gleichzeitig wurde angeregt zu fragen, warum andere Kirchen teilweise Zulauf haben und was daraus gelernt werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung innerhalb der Gesamtkirchengemeinde. Gruppen der verschiedenen Gemeinden sollen stärker zusammenfinden. Gemeinsame Aktivitäten, Gottesdienste, Chöre oder Ministrantendienste sowie eine bessere Abstimmung zwischen den Gemeinden können das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken. Auch ökumenische Zusammenarbeit sowie Kooperationen mit Schulen und Religionslehrern wurden genannt.

Auch räumliche Fragen spielen eine wichtige Rolle. Neue Räume sollten attraktiv gestaltet und vielseitig nutzbar sein. Ideen waren unter anderem Grünflächen, Wasserelemente oder ein Innenhof als Begegnungsort. Zudem wurde angeregt, bestehende Gebäude kreativ anders zu nutzen und Räume auch gemeinsam mit anderen Organisationen zu verwenden.
Praktische Aspekte betreffen außerdem die Mobilität und Erreichbarkeit. Veranstaltungszeiten sollten besser auf den öffentlichen Nahverkehr abgestimmt werden. Fahrdienste, Fahrgemeinschaften oder Mitfahrmöglichkeiten könnten helfen, die Teilnahme zu erleichtern.

Schließlich wurde auch die Bauphase angesprochen. Während dieser Zeit braucht es Interimsräume und Unterstützungsangebote, damit das Gemeindeleben weiterhin stattfinden kann.

 

2. Was sind Befürchtungen und wie können wir diesen begegnen?

Im Brainstorming wurden verschiedene Sorgen und Befürchtungen angesprochen.

Ein häufig genanntes Thema sind Ängste und Vorbehalte innerhalb der Gemeinde. Diese können entstehen, wenn Informationen fehlen oder Unsicherheiten bestehen. Daher wurde betont, wie wichtig offene Kommunikation, regelmäßige Information und Transparenz sind. Der Ausbau digitaler Informationsangebote, etwa über die Homepage, kann dabei helfen, Gerüchte und Missverständnisse zu vermeiden.

Auch der Bauprozess selbst wirft Fragen auf. Nachhaltigkeit beim Bauen, barrierefreie Gestaltung sowie die Nutzung möglicher Zuschüsse wurden als wichtige Aspekte genannt. Gleichzeitig wurde die Bedeutung eines klaren und realistischen Zeitplans hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf mögliche Abhängigkeiten von Entscheidungen der Stadt.
Ein weiterer Punkt betrifft die Erreichbarkeit der kirchlichen Angebote. Besonders Menschen mit eingeschränkter Mobilität könnten Schwierigkeiten haben, wenn Wege länger werden. Daher wurden Fahrdienste oder regelmäßige Sonntags-Taxis als mögliche Lösungen vorgeschlagen.

Für die Zeit während der Bauphase wurden Interimsräume und Übergangslösungen als notwendig angesehen. Veranstaltungen könnten vorübergehend auch an anderen Orten stattfinden, beispielsweise in Schulen oder anderen Einrichtungen.

Neben organisatorischen Fragen spielen auch emotionale Aspekte eine wichtige Rolle. Manche Menschen verbinden mit dem Abriss von Kirchengebäuden die Sorge um einen Rückgang kirchlichen Lebens. Daher wurde betont, dass Identität künftig stärker über Gemeinschaft und Glauben entstehen soll – nicht allein über ein bestimmtes Gebäude.
Zur Stärkung der Identifikation wurde vorgeschlagen, sakrale Gegenstände oder vertraute Elemente – etwa Glasfenster – möglichst in neue Gebäude zu integrieren oder zwischen den Standorten wechseln zu lassen. Auch sichtbare Elemente wie ein Glockenturm könnten zur Identifikation beitragen.

Zudem wurde betont, dass der Prozess spirituell begleitet werden sollte, etwa durch Gebet oder gemeinsame Gottesdienste. Gleichzeitig soll darauf geachtet werden, dass spirituelle Inhalte nicht durch organisatorische Aufgaben in den Hintergrund geraten.

Weitere Sorgen betreffen ausreichend Platz für bestehende Aktivitäten – etwa für Chöre – sowie die Frage, ob insbesondere ältere Gemeindemitglieder im Veränderungsprozess den Anschluss behalten.
 

3. Was müssen wir tun, damit wir als Gesamtkirchengemeinde besser zusammenwachsen?

Im Brainstorming wurde deutlich, dass gemeinsames Erleben ein wichtiger Schlüssel zum Zusammenwachsen ist.
Gemeinsame Feste und Veranstaltungen, etwa Fasching oder andere Feiern, können Begegnungen zwischen den Teilgemeinden fördern. Auch gemeinsame Gottesdienste oder ökumenische Feiern können dazu beitragen, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
Eine wichtige Voraussetzung ist eine zentrale Informationsplattform, über die alle Gemeinden über Aktivitäten und Veranstaltungen informiert werden können.
Zugleich wurde betont, dass jede und jeder Einzelne gefragt ist, offen auf andere Gemeinden zuzugehen und neue gemeinsame Projekte zu unterstützen. Menschen mit besonderer Ausstrahlung oder Vernetzungsfähigkeit können dabei eine wichtige Rolle spielen.
Gleichzeitig wurden auch mögliche Herausforderungen angesprochen. Weniger mobile Menschen könnten Schwierigkeiten haben, an gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen. Außerdem wurde die Sorge geäußert, dass durch organisatorische Aufgaben – etwa im Zusammenhang mit Bauprojekten – weniger Raum für spirituelle Inhalte bleiben könnte.
Daher wurde betont, auf eine gute Balance und Verhältnismäßigkeit zu achten.

 

4. Welche Chancen sehen wir in diesem Prozess?

Der Veränderungsprozess wurde auch als große Chance wahrgenommen.

Eine wichtige Chance liegt in der Gestaltung neuer, attraktiver Räume, die vielfältig genutzt werden können und neue pastorale Möglichkeiten eröffnen. Dabei könnten auch gemeinsame Begegnungsräume mit anderen Partnern entstehen, etwa in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche.

Der Prozess bietet außerdem die Möglichkeit, Kirche stärker zu den Menschen hin auszurichten. Kooperationen mit anderen Einrichtungen oder Gemeinden können neue Wege eröffnen, Menschen zu erreichen.

Das Zusammenwachsen der Gemeinden kann neue Gemeinschaftserfahrungen ermöglichen. Wenn mehr Menschen bei Gottesdiensten oder Veranstaltungen zusammenkommen, kann ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl entstehen.

Auch für die pastorale Arbeit ergeben sich Chancen. Pastorales Personal kann stärker im Team arbeiten. Größere Strukturen können neue Perspektiven eröffnen und den Austausch zwischen unterschiedlich geprägten Menschen fördern.
Darüber hinaus wurden Synergieeffekte erwartet. Durch die Bündelung von Kräften können Angebote lebendiger gestaltet werden, etwa in der Kinder- und Jugendarbeit. Gerade dort können größere Gruppen neue Möglichkeiten eröffnen.

Schließlich wurde auch die Chance gesehen, sich stärker auf das Wesentliche des Glaubens zu konzentrieren. Weniger reine Serviceangebote und mehr Beteiligung der Gemeindemitglieder könnten das kirchliche Leben stärken.

Viele verbanden mit dieser Perspektive die Hoffnung auf lebendige Gottesdienste, volle Kirchen und ein intensives Miteinander. Insgesamt wurde der Prozess als Möglichkeit beschrieben, neue Kreativität, Innovation und Strahlkraft für das kirchliche Leben zu entwickeln.

Erstellt mit ChatGPT, Elisabeth Schick-Ebert