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Skulptur von Sieger Köder, in Hohenberg bei Rosenberg, Seelsorgeeinheit Virngrund (Bistum Rottenburg-Stuttgart)

Ich möchte pilgern.

Aber, welcher Pilgertyp bin ich?

Jürgen Neubarth arbeitet Zeit seines Lebens im Bayerischen Pilgerbüro in München. Er verrät Ihnen welche Arten des Pilgerns es gibt und hilft Ihnen die richtige Pilgerform für sich zu finden.

Sind Sie Typ 1 – Der betende Wanderer

Jürgen Neubarth: „Es gibt Leute, die in der Ursprungsform pilgern, wie wir das vielleicht noch von unseren Großeltern kennen. Sie ziehen betend durch die Lande. Zu einer Kirche oder einem Wallfahrtsort.“

Sind Sie Typ 2 – Der reisende Pilger

„Über die Jahre hat es sich so entwickelt, dass die Distanzen immer größer geworden sind und die Menschen zu Verkehrsmitteln greifen müssen. Sie fahren mit dem Bus, mit dem Auto oder kommen mit dem Flugzeug. Ziele können wundertätige Orte sein, Marienerscheinungen oder Orte, die mit Heiligen zu tun haben. Die Menschen pilgern zum Beispiel gerne zum Martin nach Tour, zum Petrus in Rom oder zum Jakobus in Santiago. Vor Ort haben die Pilger religiöse Zeremonien. Sie möchten ihre Gottesdienste haben, einen Kreuzweg beten oder einen Rosenkranz.“

Sind Sie Typ 3 – Der Vatikanbegeisterte

„Es gibt auch Pilgerreisen an Orte, die mit unserer Amtskirche zu tun haben. Diese Pilger sagen zum Beispiel: Ich möchte den Vatikan und das ganze katholische Imperium dort besuchen.“

Sind Sie Typ 4 – Der Bibelforscher

„Diese Menschen wollen sich die Stätten der Bibel anschauen, um die Heilige Schrift von der Geografie her live kennenzulernen.“

Sind Sie Typ 5 – Der Partner

„Dann gibt es die Leute, die religiöse Besuche machen. Das betrifft speziell Partnerschaften von Gemeinden in anderen Ländern, aber auch Missionsstationen, die über den ganzen Erdball verstreut sind.“

Sind Sie Typ 6 – Der Sinnsucher

„Viele pilgern heutzutage, um in die innere Ruhe zu kommen. Sie sind nicht religiös, aber sie sind zur Sinnsuche auf einer Art Pilgerfahrt. Diese Pilgerform ist immer gekoppelt mit den Worten „Auszeit nehmen“ und „Seele baumeln lassen“. Dabei kann sich der Pilger entspannen. Er kann sich zu seinem Körper anders verhalten, als üblich und Diäten machen oder Aryuveda. Diese Leute gehen oftmals alleine auf dem Jakobsweg.“

von: Ronja Goj, In: Pfarrbriefservice.de